Juni 2013

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Kaltblutstute Ronja und Hengstfohlen Egon freuen sich auf das Championat in Brück - Foto: Schöning
Kaltblutstute Ronja und Hengstfohlen Egon freuen sich auf das Championat in Brück - Foto: Schöning

Brück - Es sind nur noch wenige Stunden bis zu den viertägigen 12. TITANEN DER RENNBAHN. Doch hinter der Wettkampf-Arena wiehert es schon lautstark. Um große Dickmadams springen lustige Fohlen herum, die mit ihrem teilweise noch wuscheligen Fell besonders hübsch aussehen. Es sind die ersten Teilnehmer des Offenen Brücker Kaltblutfohlen Championats, zu dem gut 40 Fohlen erwartet werden.

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(Werder) – Der Wettergott meinte es auch am letzten Turniertag wieder gut – die dunklen Wolken vom Vormittag machten schon bald Platz für strahlenden Sonnenschein und so zog es wieder viele Gäste auf das Gestüt Bonhomme zum großen Finale beim Ritt um das Goldene Pferd 2013. Und auch in der dritten Wertungsprüfung, dem Grand Prix Special, waren Thomas Wagner und Very Keen nicht zu schlagen. 74,83 Prozent – Platz 1 lautete das Urteil der Jury. „Ich habe das Turnier ganz ruhig auf mich zukommen lassen. Dass es hier so gut für mich läuft, hätte ich nicht gedacht. Es war einfach Spitze hier und ich werde im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder kommen.“, kommentierte der glückliche „Goldene Reiter 2013“ das für ihn so erfolgreiche Wochenende.

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Erfolgreicher Auftritt von Lena Feistkorn und DSP Herzensfürst - Foto: Flamm
Erfolgreicher Auftritt von Lena Feistkorn und DSP Herzensfürst - Foto: Flamm

Werder (Havel) - Seit Donnerstag ist auf dem Gestüt Bon homme toller Dressursport zu erleben.
Zahlreiche Erfolge konnten an den ersten beiden Tagen auch die Berlin-Brandenburger Reiter für sich verbuchen. Am Donnerstag siegte in der Dressurprüfung Kl. M** Mandy Sattelberg von der RSG Alt-Lübars e.V. mit Rocket Royal.
Höhepunkt am Freitag waren die Qualifikationsprüfungen der fünfjährigen und der sechsjährigen Dressurpferde zum DKB Bundeschampionat. Während sich bei den Fünfjährigen kein Pferd qualifizieren konnte, schafften bei den Sechsjährigen vier Reiter-Pferd-Paare die Hürde von 8,0. Über eine Fahrkarte nach Warendorf darf sich Lena Feistkorn (RFV HLG Neustadt e.V.) freuen, die DSP Herzensfürst mit WN 8,2 auf den zweiten Platz ritt. Frederic Wandres (PSV Reitakademie Werder e.V.) auf Platz drei qualifizierte den Mecklenburger Sylvester mit einer 8,0 ebenfalls für das Bundeschampionat. Einen tollen zweiten Platz in der Dressurprüfung Kl. S** erritt bei großer Konkurrenz Natalie Soujon (LRF Bülow Neubeeren e.V.) mit Köpenick. In dieser Prüfung siegte Holga Finken mit Dompteur. Die goldenen Schleife in der schwersten Prüfung des Tages, dem Grand Prix de Dressage, wurde an Thomas Wagner (RSG Bad Homburger Kronenhof e.V.) mit Very Keen (72,13%) vergeben.

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Werder  – Der Sieger der ersten schweren Prüfung, einer Intermediare II, strahlte mit der Sonne um die Wette. Trotz hochsommerlicher Temperaturen von über 35 Grad im Schatten, zeigten Thomas Wagner (Bad Homburg)  und sein Amoricello einen erfrischenden Ritt und konnten so die Prüfung mit 72,89 % für sich entscheiden. „Man kann es sich hier so richtig gut gehen lassen“ sagt der Sieger, „es ist wie ein Kurzurlaub in der Toscana und nebenher reitet man ein bißchen.“ Auch die Zweitplazierte Juliane Brunkhorst (RV Harsefeld ) weiß die schöne Atmosphäre in Werder zu schätzen, sie ist Stammgast der ersten Stunde. Für sie war klar: „Die erste gemeinsame Prüfung mit Benetton Dream FRH zeige ich hier.“ Das Paar wurde für eine tolle Runde von den Richtern mit 68,59 % belohnt. „Lounge-Möbel statt Holzbänke, Liegestühle und eine Cocktailbar auf der grünen Wiese. Die Bedingungen sind ideal ! Fehlt nur noch der Pool“ lacht Holga Finken (RV Aller-Weser), der mit U Caro  und 67,63 % Platz 3 erreichte.

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Dutchmans Lord
Dutchmans Lord

Warendorf - Zum 20. Mal lädt Deutschlands größte Pferdezuchtschau nach Warendorf. Vom 4. bis 8. September wird die Emsstadt wieder zum Nabel der Pferdewelt. Allein im vergangenen Jahr kamen über 38.000 pferdeszucht- und pferdesportinteressierte Besucher, um mitzuerleben, welches der 900 Pferde und Ponys aus deutscher Zucht einen der insgesamt 20 Titel holt. Damit die Erfolgsstory der DKB-Bundeschampionate weitergeschrieben werden kann, gibt es auch für 2013 diverse Neuerungen und Änderungen.

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Comeback für Sebastian Warneck in Drebkau - Foto: Wille
Comeback für Sebastian Warneck in Drebkau - Foto: Wille

Drebkau – Platz eins, drei und fünf – besser hätte es für die Berlin-brandenburgischen Fahrer bei der zweiten WM-Sichtung der Zweiergespanne gar nicht laufen können. Sieger in der aus Dressur, dem Gelände- und Hindernisfahren bestehenden Kombination wurde der jetzt in Rangsdorf beheimatete und für den RFV Nunsdorf startende Sebastian Warneck. Mit 127,460 Punkten verwies er die amtierende Weltmeisterín Carola Diener (Lähden/131,380)), den Drebkauer Lokalmatador Torsten Koalick (133,680),  Anna Sandmann (Lähden/135,490) und den Junior Sandro Koalick (138,720) auf die Plätze und unterstrich, dass mit ihm nach einem Jahr des Stillstandes, bedingt durch den Einstieg in den Beruf, wieder zu rechnen ist.

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Sabine Schneider und Wolf Böhm mit den Gästen in Felgentreu – Foto: Wille
Sabine Schneider und Wolf Böhm mit den Gästen in Felgentreu – Foto: Wille

Felgentreu - Die Jahrhundertflut hat vielerorts zu einer großen Welle von Hilfsbereitschaft geführt. Auch in Felgentreu, einer kleinen, nur 467 Einwohner zählenden Gemeinde südlich von Luckenwalde. Hier wurden 37 Mutterstuten mit ihren Fohlen aufgenommen, die aus dem schwer geplagten anhaltinischen Mangelsdorf stammen - aus jenem Ort, wo nur einige Kilometer entfernt die Elbdeiche brachen und das sprudelnde Hochwasser von Fischbeck aus ganze Landstriche verwüstete.

Sabine Schneider, ehemalige Dressurreiterin aus Berlin, Mitglied des RPPZV Selchow und seit ihrem Umzug nach Felgentreu jetzt Ortvorsteherin, rief einen Bekannten, mit dem sie in Neuseddin drei Jahre lang die Erwachsenen-Qualifikation zum Pferdewirt Haltung und Service absolvierte, in Mangelsdorf an und signalisierte ihm Unterstützung, zumal sich die Meldungen bestätigt hatten, dass die Gemeinde im Jerichower Land evakuiert werden sollte. Was dann auch geschah. Wolf Böhm nahm dankend das großherzige Entgegenkommen an  und dann begann bis in die späte Nacht hinein eine geradezu beispielslose Aktion.

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Die Flut hat weite Teile entlang der Elbe und ihrer Zuflüsse zu Seen gemacht - Foto: Falke
Die Flut hat weite Teile entlang der Elbe und ihrer Zuflüsse zu Seen gemacht - Foto: Falke

Brück - Ingolf Schulz ist ein TITANEN-Urgestein. An den beiden ersten Veranstaltungen des europaweit einzigartigen Kaltblutrennens nahm er als Zuschauer teil. Doch ab den dritten TITANEN musste er mit seinen Rheinisch-Deutschen Kaltblütern zwei- und vierspännig dabei sein. Im letzten Jahr fuhr er sogar fünfspännig mit einer wunderschönen, nostalgischen Postkutsche direkt von seinem Hof in Pechau, einem Ortsteil von Magdeburg, nach Brück.

Jetzt steht sein Hof unter Wasser. Seine geliebten acht Pferde konnte er rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie haben Notquartier auf dem Reiterhof von Ilona und Frank Kassner gefunden im sicheren Magdeburger Ortsteil Ottersleben. Ingolf Schulz, der auch schon erfolgreich mit der Deutschen Kaltblut-Nationalmannschaft in der Schweiz und Österreich an Turnieren teilnahm, lebt immer wieder mit der Hochwasserangst im Nacken. Sein Gehöft und die Weiden befinden sich nahe dem Pretziner Wehr, das jetzt bei einem Elbestand von 5,90 überflutet wurde. Nicht nur sein Haus und die Stallungen, sondern auch 300 Hektar Grünfläche stehen unter Wasser. Heu konnte er noch nicht einbringen.

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Sommerstorf - Vom 13. bis 16. Juni treffen Springreiter und –reiterinnen aus zehn Nationen beim CSI2* in Sommerstorf, dem KMG Cup aufeinander.. Die Nationenliste reicht von Aserbaidschan bis USA und der Starter für Aserbaidschan wird vielen bekannt vorkommen. Andre Schröder klingt nicht nur deutsch, es ist auch eine junger in Deutschland aufgewachsener Reiter, der seit Januar 2013 für das vorderasiatische Land startet. Dort ist der Ehrgeiz groß eine Championatsequipe von sportlicher Qualität auf die Beine zu stellen.
 
Der 24-jährige Springreiter, der im Herbst 2012 dort als Trainer Lehrgänge gab, nahm das Angebot, künftig unter der Flagge Aserbaidschans zu reiten an. Beim KMG Cup tritt er am kommenden Wochenende dann auch gegen seinen Vater, den einstigen deutschen Nationenpreisreiter Dirk Schröder aus dem schleswig-holsteinischen Lentföhrden an.
Nicht nur Väter und Söhne unterschiedlicher Nationalitäten werden beim KMG Cup erwartet, auch ein Ehepaar. So ist Charlotte von Rönne Dänin. Ehemann Sören, Derbysieger des Jahres 2002 und Mannschaftsweltmeister 1994 heiratete die smarte Blondine den Dänen zwar „weg“, den vertrauten Pass behielt seine Frau gleichwohl….

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Süd-Diamanten
Süd-Diamanten

Nördlingen - Zum elften Mal treffen sich die besten vier- bis sechsjährigen Nachwuchspferde aus den süddeutschen Züchterställen vom 25. bis 28. Juli auf der Kaiserwiese im bayerischen Nördlingen. Hier wo sich die Creme de la Creme der Pferdebesitzer, Züchter und Reiter bei der Sport-Zucht-Kombi mit Süddeutschen Championaten, Bundeschampionatsqualifikationen und Springen bis S** trifft, findet zum siebten Mal die Süddeutsche Elite-Fohlenauktion am Samstag, dem 27. Juli 2013, statt.

74 auserwählte „Süd-Diamanten“ mit hoch interessanten Abstammungen sowohl für das Viereck als auch den Parcours haben die Vermarkter für die Elite-Auktion in Nördlingen zugelassen. Die Vaterliste der diesjährigen „Süd-Diamanten“ funkelt mit internationalen sporterfolgreichen Vererbern: Vom aktuellen Weltcupsieger Damon Hill, über den dreifachen Weltcupsieger und Olympiasieger Baloubet du Rouet, den Olympia-Bronzemedaillengewinner Don Schufro, Belissimio M, Asca Z, Catoki, My Lord Carthago, Acasino B, Johnson, Verdi und Stalypso  reicht die Palette der internationalen Sportväter.

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Das Gelände ist auch bei der zweiten WM-Sichtung der Zweispänner ein Publikumsmagnet - Foto: Wille
Das Gelände ist auch bei der zweiten WM-Sichtung der Zweispänner ein Publikumsmagnet - Foto: Wille

Drebkau – Allmählich wird es Zeit für Sebastian Warneck, in die richtige Spur zu kommen, um nicht vorzeitig alle seine WM-Ambitionen aufgeben zu müssen. Die Konkurrenz hat sich bei den Zweispännern in der jüngsten Vergangenheit gewaltig gemausert. Bei der ersten Sichtung in Lähden lief es jedenfalls für den sechsfachen Deutschen Meister vom RFV Nunsdorf nicht nach Wunsch, bei der zweiten vom 14. bis 16. Juni auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins „Am Schlosspark Raakow“ soll es besser werden.

„Wir haben etwas Neues probiert und eine Umstellung vorgenommen. Aus den bisherigen zwei Gespannen wurde eine Kombination gemacht, in der jetzt der siebenjährigen Balos mit dem ein Jahr älteren Alfred ein Paar bildet“, sagte Warneck, der als Staatsanwalt in Berlin tätig ist und sich ab Mittwoch beurlauben lässt, um den Kopf völlig für seinen Sport frei zu haben. Mit Carola Diener und Anna Sandmann, Arndt Lörcher, der in Lähden vor Torsten Zarembowicz gewann, sind gleich mehrere starke Gegner am Start. Aus der Berlin-brandenburgischen Region startet auch noch Torsten Koalick, Zweiter der letztjährigen Rangliste. Er hofft, von dem Heimvorteil profitieren zu können.

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Die besten Teams des Bundeswettbewerbs in Neustadt (Dosse) - Foto: bjoern-schroeder.de
Die besten Teams des Bundeswettbewerbs in Neustadt (Dosse) - Foto: bjoern-schroeder.de

Neustadt (Dosse) - Das Team des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg ist Gesamtsieger des 17. Bundeswettbewerbes der Jungzüchter in Neustadt (Dosse). Platz zwei ging an die Mannschaft aus Hannover, gefolgt von Brandenburg-Anhalt. An diesem Wochenende kürten 13 Pferdezuchtverbände Deutschlands bei besten Bedingungen ihre Deutschen Meister in der Dosse-Stadt. Gastgeber waren zum zweiten Mal nach 2002 der Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt und das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt, die auch gemeinsam mit Zuchtställen der Region die Pferde für den Wettbewerb zur Verfügung stellten. Insgesamt 72 Nachwuchszüchter beeindruckten mit sehr guten Leistungen in den Teildisziplinen Theorie, Bewertung von Freilaufen/Freispringen, dem Mustern sowie der Beurteilung/Rangierung. „Der gesamte Wettbewerb hat in perfekter Art und Weise funktioniert“, so der Vorsitzende der Deutschen Jungzüchter Hendrik Fiegel. „Wir hatten hier aber auch klasse Pferde, die uns zur Verfügung gestellt wurden“.

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Grabow-Blumenthal - Da die Qualifikationsprüfung der sechsjährigen Springpferde am vergangenen Sonntag in Schwanebeck witterungsbedingt nicht stattfinden konnte, ist diese Prüfung nun nach Grabow-Blumenthal (28.-30. Juni 2013) verlegt worden. Sie ist in NEON als Prfg.30 zu nennen. Ebenfalls hierher verlegt wurde die zweite Wertungsprüfung für den REITEN und ZUCHT-Startplatz beim CSI Neustadt-Dosse. Der Große Preis hat die Prüfungsnummer 26. Der Nennungsschluss für das gesamte Turnier wurde auf den 10. Juni verlegt.

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Haben das Lachen nicht verloren; Turniermacher Jan und Katrin Peters mit Derbysieger Gilbert Tillmann - Foto: Wille
Haben das Lachen nicht verloren; Turniermacher Jan und Katrin Peters mit Derbysieger Gilbert Tillmann - Foto: Wille

Schwanebeck – Tagelanger Regen und ein Wolkenbruch in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag führten dazu, dass eines der größten und bedeutendsten Turniere in der Region Berlin-Brandenburg vorzeitig abgebrochen werden musste. Gegen 7.30 Uhr des Schlusstages entschieden Parcours-Chef Wolfgang Meyer, Vereins-Vorsitzender  Dietmar Bölke und Landestrainer Bernd Peters schweren Herzens, dass eine Fortsetzung der Veranstaltung nicht zu verantworten sei, weil der Abreiteplatz total unter Wasser stand und der von den Wassermassen durchtränkte Rasen derart glitschig und tief geworden war, was eine Gefahr für Pferde und Reiter bedeutet hätte.

Als die Entscheidung fiel, schlief der umjubelte Triumphator des Vorabends und Gewinner im S*-Springen mit Siegerrunde, Gilbert Tillmann (Gut Grevenbroich) noch fest in der Koje seines Pferdetransporters, denn er hatte seinen Erfolg bis in den frühen Morgenstunden mit Freunden beim Reiterball gefeiert. Der 31-jährige Hufschmiedemeister vom Gut Neuhaus, der vor wenigen Wochen in Hamburg das Deutsche Derby auf dem inzwischen in Rente geschickten 19-jährigen Hallo Max gewann, kam nämlich bei seinem nunmehr sechsten Start in Schwanebeck zu seinem allerersten Sieg auf Leviens des Cabanes. Mit 44,85 Sekunden verwies er seinen lange Zeit führenden Bruder Frederic auf Pigoria (45,51) und Maik Junghänel vom RV Beestwind auf Casting (49,26) auf die Plätze.

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Berlin - Nach der dritten Runde in Schwanebeck in der Qualifikation zum REITEN und ZUCHT-Startplatz beim CSI Neustadt-Dosse 2014 hat Robert Bruhns die Führung in der Wertung übernommen. Im Gegensatz zu den Vorjahren erhalten diesmal nur platzierte Reiter der Qualifikationsprüfung Wertungspunkte. Zusätzlich zu den beiden punktbesten Reitern qualifiziert sich der Landesmeister Herren/Senioren zum internationalen Auftakt 2014 in der Graf von Lindenau-Halle.

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Die neue Deutsche Meisterin Melanie Arnold jubelnd im Ziel - Foto: bjoern-schroeder.de
Die neue Deutsche Meisterin Melanie Arnold jubelnd im Ziel - Foto: bjoern-schroeder.de

Paaren im Glien - Die neue Deutsche Meisterin im Distanzreiten heißt Melanie Arnold (Kirchheim). In einem spannenden Finish konnte sie mit der Schimmelstute Sevinc ihre Führung behaupten und ritt im gestreckten Galopp nach 160 Kilometern rund eine Pferdelänge eher über die Ziellinie als Christina Gerloff (Bassum) mit Ma Dona und Michaela Kosel (Kisselhövede) mit MK Mythos.

„Ich kann es selbst kaum glauben“, sagte Melanie Arnold im Ziel der Deutschen Meisterschaften in Paaren im Glien in der Nähe von Berlin. Sie hatte sich morgens auf der zweiten Runde verritten und erst nach fünf bis sechs Kilometern bemerkt, dass sie den falschen Weg eingeschlagen hatte. „Ich habe dabei bestimmt 25 Minuten verloren und musste dann den ganzen Tag versuchen, das wieder aufzuholen“, berichtete sie. Nach 100 Kilometern hatte sie noch auf Rang elf gelegen, nach 123 Kilometern war es schon Rang sechs und so hatte sie sich langsam nach vorne gearbeitet. Als fünfte Reiterin war sie auf die letzte Runde, die noch einmal 19 Kilometer lang war, gestartet. Insgesamt ritt sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit 17,444 Kilometern in der Stunde und benötigte neun Stunden, 20 Minuten und 40 Sekunden für die Strecke, die in ihrem Fall noch etwas länger war als 160 Kilometer.